Führung verändert sich nicht in zwei Seminartagen. Wir arbeiten deshalb in zwei Stufen: eine Leadership Journey für ein einzelnes Thema — und, wenn daraus ein dauerhaftes Angebot werden soll, der Aufbau einer Leadership Academy gemeinsam mit Euch.
Die meisten Organisationen buchen Führungstrainings dann, wenn der Bedarf schon spürbar ist. Das hilft kurzfristig und verliert sich ebenso schnell wieder im Alltag. Deshalb fangen wir klein an: eine Journey zu einem Thema, mit einer festen Gruppe, über mehrere Wochen. Was dort trägt, lässt sich später zu einer Academy ausbauen.
Es ist unser größtes Beratungsformat. Nicht, weil es besonders viele Trainingstage enthält, sondern weil es über Monate läuft und mehrere Bereiche einer Organisation erreicht. Ihr entscheidet, welche Journeys ihr zusammenstellt, wer in welche Kohorte geht und in welcher Reihenfolge gestartet wird.
Der Effekt entsteht durch Wiederholung und durch die Gruppe. Wer sich über Wochen mit denselben Menschen über eigene Führungssituationen austauscht, redet irgendwann über das, was wirklich schwierig ist.
Eine Journey läuft über rund neun Wochen. Die Kohorte umfasst etwa zwölf Teilnehmende und bleibt über die gesamte Laufzeit zusammen. Das ist kein organisatorisches Detail, sondern die Grundlage dafür, dass in den Terminen offen gesprochen wird.
Der Pfad ist blended aufgebaut. In der Intensivlernphase investiert ihr zwei bis drei Stunden pro Woche in Selbstlernmaterial. Danach halten kurze Impulse von einer halben bis einer Stunde pro Woche das Thema präsent. Dazwischen liegen die gemeinsamen Termine, in denen ihr das Gelernte auf eure eigenen Situationen anwendet.
Welche Variante ein Pfad bekommt, entscheidet ihr beim Zuschnitt. Sie unterscheiden sich deutlich in ihrer Wirkung.
Offene Gespräche über Führung brauchen Wiederholung. In der ersten Runde erzählen die meisten Teilnehmenden die geglättete Version ihrer Situation. In der dritten Runde kommt der Satz „Ich weiß eigentlich nicht, wie ich damit umgehen soll“ – und ab da wird es nützlich.
Deshalb bleibt die Gruppe über alle Termine hinweg gleich. Die Peer-Buddy-Paare verstärken das noch: Zwei Menschen, die sich zwischen den Terminen kurz austauschen, halten Vorhaben eher durch als eine Gruppe von zwölf.
Wir empfehlen, Kohorten bereichsübergreifend zu mischen. Wer sonst kaum miteinander zu tun hat, sieht die Muster der anderen schärfer – und die eigenen dadurch auch.
Eine Journey behandelt ein Thema in der Tiefe. Diese hier fragen Führungsteams am häufigsten an — Zuschnitt und Reihenfolge stimmen wir mit Euch ab.
Jeder Pfad wird im Zuschnitt an eure Sprache und eure typischen Situationen angepasst. Die Struktur der neun Wochen bleibt dabei gleich – das macht ein Programm mit mehreren Kohorten überhaupt erst planbar. Welcher Pfad zuerst kommt, kreist die Standortbestimmung meist schnell ein.
Eine Journey erreicht eine Kohorte. Eine Academy erreicht alle Führungskräfte — dauerhaft, planbar und irgendwann ohne uns. Wir bauen sie gemeinsam mit Euch auf: Wir bringen Struktur, Formate und Erfahrung mit, Ihr bringt Themen, Menschen und Rahmen. Am Anfang moderieren wir das meiste, am Ende möglichst wenig.
Zuerst schauen wir gemeinsam, wo eure Führung heute steht. Wir sprechen mit Führungskräften, mit HR und mit Menschen, die geführt werden. Ergebnis ist ein nüchternes Bild: Was funktioniert, was reibt, welche Erwartungen an Führung sind ausgesprochen und welche nicht.
Auf dieser Basis wählt ihr die Pfade aus und wir schneiden sie zu: Welche Variante bekommt der Präsenztag, welche Beispiele nutzen wir, wie viel Selbstlernzeit ist realistisch. Hier wird auch entschieden, welche Führungsebenen zusammen lernen und welche getrennt.
Eine erste Kohorte läuft komplett durch. Danach wertet ihr mit uns aus, was getragen hat und was nicht. Erfahrungsgemäß ändern sich nach dem Piloten Kleinigkeiten an Timing und Beispielen – und manchmal die Reihenfolge der Pfade.
Erst dann laufen weitere Kohorten an, parallel oder gestaffelt. Wer aus der Pilotkohorte kommt, kann in späteren Runden als Sparringspartner mitwirken. Das spart Erklärung und erhöht die Akzeptanz im Haus.
In der Academy wird nicht mit erfundenen Beispielen gearbeitet. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bringt eigene Situationen mit: das Gespräch, das seit Wochen verschoben wird, das Team, in dem zwei Leute nicht miteinander reden, die Zusage, die unter Druck gebrochen wurde.
Diese Fälle sind der Stoff für Deep Dive, Präsenztag und Boxenstopps. Sie werden nicht nur besprochen, sondern durchgearbeitet: Was ist die Situation, was habt ihr versucht, was ist das Muster dahinter, welcher nächste Schritt ist realistisch.
Zwischen den Terminen probiert ihr diesen Schritt aus, im nächsten Boxenstopp berichtet ihr davon. Methoden allein verändern wenig, ausprobierte Methoden schon.
Eine Journey umfasst etwa zwölf Teilnehmende, läuft rund neun Wochen und kombiniert online-Termine mit einem Präsenztag. Die Onlinetermine dauern zwischen einer und drei Stunden, der Präsenztag fünf bis acht. Ort und Termine plant ihr, wir liefern den Ablauf und die Materialien.
Auf eurer Seite braucht es eine Person, die das Programm intern trägt – meist aus HR oder Personalentwicklung. Sie hält Kontakt zu den Kohorten, sorgt für Räume und Termine und ist Ansprechpartnerin, wenn etwas hakt.
Wenn es um ein einzelnes Führungsteam geht, das in kurzer Zeit ein gemeinsames Führungsverständnis entwickeln will, sind die Future Leadership Bootcamps das direktere Format. Geht es um eine einzelne Person in einer besonderen Situation, ist Leadership Coaching der kürzere Weg. Und wenn ein klar umrissenes Thema fehlt, reicht oft ein einzelnes Training.
Die Academy lohnt sich dort, wo Führungsentwicklung über längere Zeit und mehrere Gruppen hinweg wirken soll. Für alles darunter gibt es schlankere Wege.
Eine einzelne Journey läuft rund neun Wochen. Ein Programm besteht meist aus mehreren Pfaden und mehreren Kohorten und erstreckt sich dadurch über mehrere Monate bis zu einem Jahr. Den Zeitrahmen legt ihr in der Planung fest, abhängig davon, wie viele Führungskräfte teilnehmen.
In der Intensivlernphase zwei bis drei Stunden pro Woche für das Selbstlernen, danach eine halbe bis eine Stunde pro Woche für Impulse. Dazu kommen die gemeinsamen Termine: Kick-Off und Retro & Go mit je zwei Stunden, der Deep Dive mit zwei bis drei, die Boxenstopps mit ein bis drei und der Präsenztag mit fünf bis acht Stunden.
Ja. Pfade lassen sich parallel für verschiedene Gruppen starten oder nacheinander für dieselbe Gruppe. Parallelbetrieb geht schneller und braucht mehr interne Koordination, nacheinander ist ruhiger und zieht sich länger. Was besser passt, hängt an eurer Größe und an euren Kapazitäten.
Einzelne Ausfälle fangen wir über die Peer-Buddy-Paare und kurze Nacharbeit auf. Wer allerdings mehrere Termine reißt, verliert den Anschluss an die Fallarbeit der Gruppe. Deshalb klären wir schon im Kick-Off, was verbindliche Teilnahme in eurem Kontext bedeutet.
Nein. Häufig bekommen verschiedene Ebenen unterschiedliche Kombinationen. Ein gemeinsamer Pfad für alle schafft eine gemeinsame Sprache, danach kann sich die Auswahl aufteilen. Das entscheidet ihr im Zuschnitt.
Wir arbeiten mit dem, was beobachtbar ist: den Commitments aus Retro & Go, der Rückmeldung zu Gains und Pains und, wenn ihr das wollt, einer Befragung der Teams vor und nach dem Pfad. Harte Kausalität lässt sich in der Führungsentwicklung nicht seriös behaupten, belastbare Hinweise auf Veränderung schon.
Einzelne Bausteine der Academy gibt es auch als eigenständige Trainings — falls Ihr kleiner anfangen wollt oder nur ein Thema braucht.
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