Die Fläche ist bezogen, die Regeln sind verschickt — und alle sitzen trotzdem wieder an ihrem Stammplatz. Die Campus Safari führt Führungskräfte und Teams durch die neuen Raummodule und lässt sie in jedem kurz und echt arbeiten. Danach weiß jede und jeder aus eigener Erfahrung, wofür welches Modul taugt.
Führungskräfte zuerst — sie entscheiden durch ihr eigenes Verhalten, ob die neue Fläche funktioniert. Danach Teams. Ab etwa zwölf Teilnehmenden je Durchlauf.
Halber bis ganzer Tag je Gruppe, 12 bis 20 Teilnehmende. Skaliert über mehrere Wellen auf mehrere Hundert Führungskräfte. Einzeln buchbar oder als Baustein der Workplace-Transformation.
Führungskräfte, die die Module aus eigener Erfahrung kennen und vorleben, an Ort und Stelle erprobte Spielregeln statt verschickter Regeln, und eine konkrete Rückmeldeliste an das Workplace-Team.
Neue Flächen werden fast immer mit einer Führung eingeführt. Jemand geht voran, zeigt die Zonen, erklärt das Buchungssystem. Danach kennen alle die Fläche und niemand weiß, wie man in ihr arbeitet. Am ersten Arbeitstag setzen sich alle an den Platz, der ihrem alten am ähnlichsten sieht — und dabei bleibt es.
Führungskräfte sind dabei der entscheidende Hebel und werden am häufigsten übersehen. Sie werden nach dem Einzug gefragt, wo man was macht. Vor allem aber prägt ihr eigenes Verhalten die Fläche: Wer als Erster wieder an seinem festen Platz sitzt, hat entschieden, wie hier gearbeitet wird, unabhängig davon, was im Konzept steht.
Die Campus Safari dreht deshalb die Logik um. Statt zu erklären, was eine Zone kann, bekommt die Gruppe eine Aufgabe, die genau diese Zone braucht. Ein Konzept in Stille entwerfen. Zu zweit eine Entscheidung treffen. Zu sechst an einem offenen Problem arbeiten. Ein vertrauliches Gespräch führen. Nach einem halben Tag hat jede Person in jeder Zone gearbeitet und am eigenen Leib erlebt, wofür sie taugt — und wofür nicht.
Das Format ist bewusst spielerisch und ausdrücklich kein Training. Es geht nicht um Führungskompetenz, sondern um die Nutzung der Fläche.
Vier Schritte. Der erste entscheidet über die Qualität der Safari, der letzte über ihren Nutzen für das Projekt.
Wir gehen mit dem Workplace-Team durch die Fläche: Welche Module gibt es, wofür sind sie gedacht, welche Missverständnisse sind schon aufgetreten oder zu erwarten?
Daraus entstehen die Stationen. Jede Station steht für ein Modul und bekommt eine Arbeitsaufgabe, die aus dem Alltag der Teilnehmenden kommt — keine Übung aus dem Lehrbuch. Dazu die Spielregel, die an diesem Ort gilt.
Die Gruppe wird in Untergruppen von drei bis fünf Personen geteilt und rotiert durch die Stationen. Jede Untergruppe arbeitet selbstständig; wir sind für Rückfragen da und halten den Rhythmus.
Nach jeder Station zwei Minuten Notiz: Wie war das? Was hat funktioniert, was hat gestört? Diese Notizen tragen die Auswertung.
Hier wird aus dem Erlebnis eine Erkenntnis. Welche Station war überraschend? Wo würdet Ihr künftig welche Arbeit machen? Was werdet Ihr Eurem Team empfehlen? Und vor allem: Was ändert Ihr an Eurem eigenen Verhalten?
Die letzte Frage ist die wichtigste. Führungskräfte, die sich auf eine konkrete Verhaltensänderung festlegen, prägen die Fläche stärker als jede Regel.
Am Ende jeder Safari steht eine Liste: Was fehlt auf dieser Fläche, was funktioniert nicht, welche Regel passt nicht zur Realität?
Über mehrere Durchläufe hinweg werden daraus belastbare Hinweise. Aus Safaris kommen regelmäßig die besten Erkenntnisse über Lücken im Konzept — früh genug, um noch etwas zu ändern.
Kein Training im klassischen Sinn und keine Führungskräfteentwicklung — dafür gibt es unsere Leadership-Trainings. Die Safari arbeitet an der Nutzung der Fläche, nicht an Führungskompetenz.
Für MediaMarktSaturn haben wir Campus Safaris mit Führungskräften am Campus Ingolstadt durchgeführt, im Rahmen des Flächenumbaus von Zweier- und Dreierbüros zu Open Space und Multifunktionsflächen.
Die Safari ist ein Baustein der Workplace-Transformation und dort am wirksamsten eingebettet. Sie ergänzt außerdem Activity Based Working und Desk Sharing und die Spielregeln für Fläche und mobiles Arbeiten — Regeln, die man erlebt hat, muss man nicht nachlesen.
Das Format lässt sich mit dem Werkzeug Campus Safari aus dem Toolkit auch selbst aufsetzen. Dort stehen Stationenlogik, Aufgabenbeispiele und Auswertungsfragen.
In den letzten vier Wochen vor dem Einzug oder in den ersten vier Wochen danach. Vorher fehlt die fertige Fläche, später haben sich die Gewohnheiten gesetzt — und die sind schwerer zu ändern als sie zu prägen.
Ja. Auch eine umgebaute Etage oder eine neu zonierte Fläche lässt sich so einführen. Der Effekt hängt nicht am Neubau, sondern daran, dass sich die Arbeitslogik ändert.
So viele, dass alle Führungskräfte einmal dabei waren, plus Durchläufe für Teams, die es wollen. In größeren Häusern sind das schnell zwanzig bis dreißig Termine. Dafür bilden wir auf Wunsch eigene Moderatorinnen und Moderatoren aus, die die weiteren Wellen selbst durchführen.
Umso besser. Die Safari findet sie zuverlässig, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem sich noch etwas ändern lässt. Offen damit umzugehen erhöht die Glaubwürdigkeit des ganzen Projekts.
Ja, und das ist der übliche Weg: Führungskräfte zuerst, danach Teams. Führungskräfte ausschließlich wäre zu wenig — Teams kommen mit anderen Fragen und anderen Rückmeldungen.
Wenn bei Euch ein Einzug ansteht oder gerade stattgefunden hat, sprechen wir über Dramaturgie und Umfang. 30 Minuten, kostenlos.
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