Der Arbeitsplatz folgt der Arbeit – nicht umgekehrt. Die meisten Unternehmen bauen zuerst die Fläche und fragen danach, wie darin gearbeitet werden soll. Oder sie legen Bürotage fest, bevor jemand weiß, welche Arbeit überhaupt einen gemeinsamen Ort braucht. Hier geht es den umgekehrten Weg: erst verstehen, wie Ihr wirklich arbeitet, dann Raum, Zeit und Regeln danach bauen.
Vier Schritte, auf die sich jede Seite in diesem Bereich bezieht. Verstehen heißt: Tagesabläufe, Tätigkeiten und Nutzergruppen erheben, statt sie zu vermuten. Entwerfen übersetzt das in Raummodule mit Mengengerüst und in ein passendes Arbeitszeitmodell. Vereinbaren klärt die Regeln für Fläche, Erreichbarkeit und Arbeitsort. Und Ankommen ist der Schritt, den die meisten unterschätzen: eine gute Fläche allein ändert nichts, wenn niemand weiß, wofür welches Modul gedacht ist.
In den meisten Häusern läuft es andersherum: Zuerst steht die Quadratmeterzahl fest, dann der Grundriss, dann wird überlegt, wer wo sitzt. Die Frage, welche Arbeit in diesen Räumen eigentlich stattfinden soll, kommt zuletzt – wenn überhaupt.
Das Ergebnis kennt man: Großraumflächen, in denen niemand konzentriert arbeiten kann. Besprechungsräume, die immer belegt sind, während die Einzelplätze leer stehen. Und Ankertage, die niemand einhält, weil sie nichts mit der Arbeit zu tun haben.
Workplace ist bei uns die Klammer um Arbeitsmodell und Arbeitsort. Drei Felder, die zusammengehören – und die in den meisten Unternehmen getrennt bearbeitet werden.
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