Was kostet ein Schreibtisch, der an drei von fünf Tagen leer steht? Vier Zahlen genügen, und Ihr wisst es. Der Rechner zeigt, wie viel Eurer Flächenmiete auf Plätze entfällt, an denen niemand sitzt — und was geteilte Plätze davon zurückholen.
Gerechnet mit einem Aufschlag von 20 Prozent für den vollsten Tag der Woche. Ohne diesen Aufschlag rechnet sich jede Sharing-Quote schön. Eure Eingaben bleiben im Browser, wir speichern nichts.
Die erste Zeile ist Eure Flächenmiete im Jahr, hochgerechnet aus Platzzahl, Fläche je Platz und Warmmiete. Die zweite ist der Teil davon, der auf Zeit entfällt, in der der Platz leer steht — bei drei Anwesenheitstagen sind das vierzig Prozent.
Darunter steht, wie viele Plätze Ihr bei geteilter Nutzung bräuchtet. Diese Zahl ist bewusst vorsichtig gerechnet: Sie enthält einen Aufschlag für den vollsten Tag der Woche, weil die Fläche am Dienstag reichen muss und nicht im Wochendurchschnitt.
Der Betrag ganz unten ist der Gegenwert der Plätze, die Ihr rechnerisch nicht bräuchtet. Was Ihr damit anfangt, ist die eigentliche Frage — siehe gleich darunter.
Anwesenheit verteilt sich nie gleichmäßig. In fast jedem Haus sind Dienstag und Mittwoch voll und der Freitag leer. Wer mit dem Durchschnitt plant, baut eine Fläche, die an zwei Tagen pro Woche zu klein ist.
Der Aufschlag von 20 Prozent ist ein vorsichtiger Mittelwert. Wenn bei Euch fast alle an denselben Tagen kommen, liegt er eher bei 35 Prozent — dann braucht es eine echte Erhebung statt eines Rechners.
Diese Summe spart Ihr nur, wenn Ihr die Fläche tatsächlich abgebt. In den meisten Häusern passiert etwas anderes und Besseres: Die freiwerdende Fläche wird umgewidmet — in Rückzugsorte, Projektflächen und Begegnung, also in genau das, was vorher gefehlt hat.
Dann ist die Zahl oben kein Sparbetrag, sondern Euer Budget für eine Fläche, die endlich zur Arbeit passt. Wer stattdessen nur Plätze streicht und sonst nichts ändert, bekommt dieselbe Arbeit auf weniger Quadratmetern. Das merkt die Belegschaft schneller als jede Ankündigung.
Die Zahl ist ein Türöffner, keine Entscheidungsgrundlage. Sie bringt das Thema auf die Tagesordnung — die Entscheidung braucht danach drei weitere Schritte.
Erstens: herausfinden, wie bei Euch tatsächlich gearbeitet wird. Dafür gibt es die Tätigkeitsanalyse. Zweitens: aus dem Ergebnis ein Mengengerüst rechnen, mit Von Tätigkeit zu Raummodul. Drittens: die Fläche als Betriebsmodell aufsetzen, statt nur Plätze zu zählen — der Hintergrund dazu steht unter Activity Based Working und Bürokonzept und Raummodule.
Die Warmmiete inklusive Nebenkosten und Bewirtschaftung, nicht die Kaltmiete. Wenn Ihr die Zahl nicht kennt, nehmt den Mietvertrag plus die Nebenkostenabrechnung des letzten Jahres, geteilt durch die Fläche und durch zwölf.
Aus der Zutrittskontrolle, dem Buchungssystem oder notfalls aus einer Woche Mitzählen. Nicht aus der Betriebsvereinbarung — was geregelt ist und was gelebt wird, liegt fast immer auseinander.
Ja, als Preisschild. Feste Plätze sind eine legitime Entscheidung — aber eine, die Geld kostet. Der Rechner sagt, wie viel. Damit lässt sich die Entscheidung bewusst treffen statt aus Gewohnheit.
Als Mittelwert inklusive anteiliger Verkehrs- und Nebenflächen ja. Reine Arbeitsplatzfläche liegt niedriger, Flächen mit vielen Besprechungsräumen und Sozialflächen höher. Rechnet mit Eurer tatsächlichen Mietfläche geteilt durch die Zahl der Plätze — das ist die ehrlichste Größe.
Wenn die Zahl oben unangenehm groß ist, lohnt ein Gespräch darüber, was dahintersteckt. 30 Minuten, kostenlos, ohne Vorbereitung.
Kostenloses Erstgespräch vereinbaren