Resi... was? Resilienz – Was das ist und warum du sie brauchst

Residenz? Resistent? – Nein, Resilienz!
Auch, wenn die Autokorrektur dieses Wort noch nicht zu kennen scheint, ist es seit Jahren in aller Munde. Doch was bedeutet dieses Fachwort eigentlich genau? Und warum wird das dahinter stehende Konzept in unserer modernen Welt immer wichtiger?

Wenn du Antworten auf diese oder ähnliche Fragen suchst, dann bist du hier genau richtig!
Hier erfährst du, was sich hinter dem Konzept der Resilienz verbirgt und warum immer mehr Menschen sich damit beschäftigen.

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Definition – Resilienz, was ist das?

Mit Resilienz bezeichnet man in der Psychologie die psychische Widerstandsfähigkeit eines Individuums.
Sie beschreibt die Fähigkeit, Krisen, Rückschläge, Stress und Belastungssituationen zu überstehen, ohne dabei langfristig nachhaltige Beeinträchtigungen von Wohlbefinden und Gesundheit zu erleben oder dauerhaften Schaden davon zu tragen. Im Kern geht es um das Vermögen, sich an belastende Situationen anzupassen und trotz widriger Umstände dennoch gesund zu bleiben.

Dies kann so weit gehen, dass Personen im Angesicht von Herausforderungen und schwierigen Lebenssituationen oder nach Krisen und starken Belastungen nicht nur in der Lage sind, ihr inneres Gleichgewicht selbst wieder herzustellen und zu psychischer Stabilität zurückzufinden, sondern sogar darüber hinaus genug innere Stärke aufbringen, um die belastenden Umstände als Chance für persönliche Entwicklung zu nutzen, daran zu wachsen und gestärkt aus der erlebten Krise hervorzugehen.

Obwohl Resilienz in der populärwissenschaftlichen Literatur oft als festes Persönlichkeitsmerkmal oder als individuelle Charaktereigenschaft einer Person beschrieben wird, geht man innerhalb der Wissenschaft davon aus, dass Resilienz sich aus einem Zusammenspiel individueller Einstellungen und Eigenschaften, situativer Faktoren und äußerer Lebensumstände eines Individuums ergibt. Das bedeutet, Resilienz entsteht in Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt, sie ist also kein angeborenes, unveränderliches Schicksal, sondern ein dynamischer Prozess und kann erlernt, trainiert und durch gezielte Maßnahmen und Interventionen beeinflusst und gestärkt werden.
Insgesamt ist Resilienz als System innerer und äußerer Ressourcen zu betrachten, das sich über die Lebensspanne einer Person hinweg weiterentwickelt und sie dazu befähigt, Krisen zu bewältigen, Belastungen zu trotzen und sich an neue Situationen anzupassen.

Herkunft & Entstehung – Woher kommt Resilienz?

Der Begriff Resilienz stammt ursprünglich aus der Physik, genauer aus der Materialforschung, und beschreibt dort die Elastizität eines Stoffes bzw. die Fähigkeit eines Materials, nach Druck, Belastung oder Verformung wieder in seinen Ausgangszustand zurückzukehren und wieder seine ursprüngliche Form anzunehmen.

Psychologische Forschung zu Resilienz entstand aus der Beobachtung, dass Menschen in ihrer Reaktion auf und in ihrem Umgang mit Schicksalsschlägen, belastenden und traumatischen Lebensereignissen stark variieren. Manche zerbrechen an solchen Erfahrungen und tragen schwere und dauerhafte Beeinträchtigungen davon, während es anderen in Reaktion auf dieselben Ereignisse gelingt, sich wieder aufzurichten, ihr inneres Gleichgewicht wieder herzustellen und zu neuer Kraft und psychischer Stabilität zurückzufinden.
Um diese Unterschiede zu erklären und auf konkrete Einflussfaktoren zurückzuführen, entstand das psychologische Konstrukt der Resilienz.

Dabei geht man in der psychologischen Forschung davon aus, dass Resilienz durch eine Reihe von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird.
Darunter fallen beispielsweise Optimismus, Akzeptanz und Achtsamkeit, Lösungsorientierung, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Verantwortung und eigenverantwortliches Handeln, das Verlassen der Opferrolle, Selbstreflexion und Selbstfürsorge, soziale Bindungen und Netzwerkorientierung, Zukunftsplanung und Zukunftsorientierung, emotionale Unterstützung durch das soziale Umfeld, das Aufsuchen und Einfordern von Hilfe und Kommunikationsverhalten sowie verschiedene Stile der Kommunikation.
Das bekannteste und verbreitetste Modell bezüglich der verschiedenen Komponenten von Resilienz ist das Modell der 7 Säulen der Resilienz nach Ursula Nuber.
Hier mehr über das 7-Säulen-Modell der Resilienz erfahren.

Nutzen – Warum Resilienz so wichtig ist
und wofür du sie brauchst

Resilienz bekommt in unserer modernen, unübersichtlichen und krisengebeutelten Welt eine immer größere Bedeutung. Denn sie spielt nicht nur eine zentrale Rolle für die Aufrechterhaltung der mentalen Gesundheit und sorgt dafür, dass Betroffene mit persönlichen Schicksalsschlägen besser umgehen und Stress erfolgreicher regulieren können, sondern unterstützt auch bei der Bewältigung von globalen Krisen und Katastrophen sowie von gesellschaftlichen Herausforderungen aller Art.

Dazu gehören Herausforderungen und Probleme, die die Gesamtgesellschaft betreffen, aber ebenso organisationale Herausforderungen, wie Veränderungs- und Transformationsprozesse auf Unternehmensebene. Resiliente Organisationen sind flexibler und anpassungsfähiger. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Störungen und Belastungen, wie beispielsweise Marktveränderungen oder Wirtschaftskrisen, antizipieren, sich darauf einstellen und diese nicht nur bewältigen können, sondern gestärkt und mit neuen Erkenntnissen und Lernerfahrungen im Gepäck aus ihnen hervorgehen.
Genau diese Fähigkeiten sind es, die Unternehmen und anderen Organisationen zukünftig, so wie auch schon heute, benötigen, um in einer komplexen, unvorhersehbaren Welt bestehen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherstellen zu können.

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