„Der Assistent findet nichts" ist die häufigste Enttäuschung nach einer KI-Einführung. Sie hat fast nie mit der KI zu tun. Ein Assistent kann nur mit dem arbeiten, was er findet – und wenn Wissen in E-Mail-Postfächern, auf Laufwerken und in Köpfen liegt, findet er wenig.
Wo steht ihr? Zum Reifegrad-CheckJahrelang ließ sich eine unordentliche Ablage überbrücken: Man fragt eben die Kollegin, die weiß, wo es liegt. Dieses Verfahren funktioniert – solange die Kollegin da ist.
Ein KI-Assistent fragt niemanden. Er durchsucht, was ihm zugänglich ist, und liefert die beste Antwort, die er darin findet. Ist die Ablage unvollständig, ist die Antwort unvollständig – und klingt trotzdem selbstbewusst. Das ist der Moment, in dem viele Teams das Werkzeug für unbrauchbar erklären.
Der eigentliche Befund lautet: Ihr hattet immer schon ein Wissensproblem. Es ist nur nie aufgefallen, weil Menschen es kompensiert haben.
Ist das Fundament halbwegs gelegt, entfaltet sich der Nutzen an vier Stellen:
Der letzte Punkt ist der unterschätzteste: Ein Assistent ist ein hervorragendes Diagnosewerkzeug für die eigene Dokumentation.
Meistens aus einem von drei Gründen: Das Gesuchte liegt außerhalb der durchsuchbaren Ablage – etwa in Postfächern oder auf lokalen Laufwerken. Oder die Berechtigungen der fragenden Person reichen nicht. Oder es existiert schlicht nicht in dokumentierter Form. Der dritte Fall ist der häufigste und der unangenehmste.
Nein, und das wäre auch das falsche Projekt. Nehmt einen Bereich, in dem oft gesucht wird – Angebote, Verträge, Prozessbeschreibungen – und bringt den in Ordnung. Der Rest folgt, wenn der Nutzen sichtbar ist. Wer mit einer Gesamtaufräumaktion beginnt, kommt nie zur KI.
Aus vorhandenem Material ja: Aus einem Interviewmitschnitt entsteht eine brauchbare erste Prozessbeschreibung. Aus dem Nichts nein – dann erfindet sie plausibel klingende Abläufe. Das Muster ist immer dasselbe: KI ist gut im Umformen, schwach im Erfinden von Fakten.
Das bleibt die größte Lücke, und KI löst sie nicht von allein. Sie senkt aber die Hürde erheblich: Ein aufgezeichnetes Gespräch von zwanzig Minuten wird zu einer Dokumentation, die sonst niemand geschrieben hätte. Das ist der realistischste Weg, implizites Wissen zu heben.
Erst wenn die Ablage trägt. Ein Agent auf einer unordentlichen Ablage liefert unordentliche Antworten – nur schneller und selbstbewusster. Die ehrliche Vorfrage lautet deshalb immer: Würde ein neuer Kollege in dieser Ablage zurechtkommen? Wenn nein, ist der Agent nicht das nächste Projekt.
Wir schauen mit euch, wo euer Wissen tatsächlich liegt und was es braucht, damit ein Assistent es findet. Häufig ist das weniger Arbeit als befürchtet – und es lohnt sich auch ohne KI.
Kostenloses Erstgespräch vereinbarenStand: 11.09.2026. Microsoft, Microsoft 365, SharePoint und Teams sind Marken der Microsoft-Unternehmensgruppe. Diese Seite ist ein unabhängiges Angebot der NEW WORK HUB eG und steht in keiner Verbindung zu Microsoft. Alle weiteren Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.