Für Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt sind vor allem zwei Wege relevant: Digital Innovation der Investitionsbank für investive Vorhaben und INQA-Coaching für begleitete Veränderung. Welcher passt, hängt davon ab, wo bei euch die Kosten anfallen – beides gleichzeitig für dasselbe Vorhaben geht nicht.
Zur geförderten BeratungMit „Digital Innovation" aus dem Programm Digital And Creative Economy unterstützt das Land Sachsen-Anhalt kleine und mittlere Unternehmen bei investiven Digitalisierungsvorhaben. Gefördert wird die Digitalisierung interner Abläufe und Services, nach außen gerichtete digitale Vorgänge, Marketing- und Vertriebsstrategien sowie die Einrichtung und Erhöhung der IT-Sicherheit.
Für KI-Vorhaben ist das relevant, weil der Innovationsgehalt über den Einsatz aktueller, zukunftsweisender Technologien definiert wird, die im Unternehmen bisher nicht oder nicht durchgehend vernetzt eingesetzt werden. Ein KI-gestützter Prozess, den es bei euch so noch nicht gibt, fällt genau darunter.
Bis zum sechsten Förderaufruf wurden die Mittel im Wettbewerbsverfahren vergeben. Mit der Richtlinienänderung zum 15. Juli 2026 läuft das anders: Ab dem siebten Förderaufruf erfolgt die Auswahl durch direkte Förderantragstellung mit wettbewerblichem Vergleich – ihr müsst eine Mindestpunktzahl erreichen.
Praktisch heißt das: Nicht mehr das Rennen gegen andere Anträge entscheidet, sondern die Qualität eurer Projektskizze. Erforderlich ist ein Förderantrag mit Projektskizze, in der ihr den innovativen Charakter des Vorhabens darlegt.
Die Aufrufe sind mengenbegrenzt und enden, sobald eine feste Zahl an Anträgen eingegangen ist. Aktuelle Termine stehen bei der Investitionsbank.
Digital Innovation deckelt den zuwendungsfähigen Anteil für Beraterleistungen auf 6.000 Euro. INQA-Coaching macht es umgekehrt: dort sind bis zu zwölf Beratertage mit 80 Prozent gefördert, Investitionen dagegen gar nicht. Die beiden Programme decken also unterschiedliche Kostenarten ab.
Daraus folgt aber ausdrücklich keine Stapelstrategie. Eine Doppelförderung derselben Maßnahme ist unzulässig, und die Abgrenzung zwischen „Beratung zum Vorhaben" und „Vorhaben" ist in der Praxis oft schwer sauber zu ziehen. Wer versucht, ein und dasselbe Thema über zwei Programme zu finanzieren, riskiert im Zweifel die Rückforderung – und muss die Trennung belegen können, nicht nur behaupten.
Die nüchterne Empfehlung lautet deshalb: Entscheidet euch pro Vorhaben für einen Weg. Liegt euer Schwerpunkt auf Klärung, Beteiligung und Verankerung im Team, passt INQA-Coaching. Liegt er auf Software, Entwicklung und Einführung, passt Digital Innovation. Welcher Fall bei euch vorliegt, klärt ihr am besten mit der jeweiligen Stelle, bevor ihr irgendetwas beantragt.
Bewilligungsstelle ist die Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Sie entscheidet, nicht wir.
Wir sind autorisierter INQA-Coach mit Sitz in Barleben bei Magdeburg und arbeiten im ganzen Land – in Magdeburg, Halle, Dessau-Roßlau und im ländlichen Raum, inhouse oder online.
Für ein Digital-Innovation-Vorhaben können wir der Beratungsanteil sein, im Rahmen der genannten Deckelung. Der größere Hebel liegt aber meist davor: im KI Strategie Workshop entsteht die bewertete Use-Case-Landkarte, aus der sich eine Projektskizze überhaupt erst schreiben lässt.
KI in Magdeburg und Sachsen-AnhaltBis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 70.000 Euro Zuschuss. Der Mindestförderbetrag liegt bei 3.000 Euro, die Gesamtkosten des Vorhabens dürfen 200.000 Euro nicht übersteigen.
Teilweise. Der zuwendungsfähige Anteil für Beraterleistungen ist auf maximal 6.000 Euro begrenzt. Wer umfangreichere Begleitung braucht, fährt mit INQA-Coaching besser – dort sind bis zu zwölf Coaching-Tage zu 80 Prozent gefördert.
Für dasselbe Vorhaben: nein. Eine Doppelförderung derselben Maßnahme ist unzulässig, und die Grenze zwischen Beratung und Umsetzung lässt sich bei einem KI-Projekt selten so sauber ziehen, dass sie einer Prüfung standhält. Plant deshalb pro Vorhaben mit einem Programm. Wenn ihr zu einem späteren Zeitpunkt ein eigenständiges zweites Vorhaben angeht, ist das eine neue Entscheidung – und gehört vorher mit der Bewilligungsstelle besprochen.
Die Förderaufrufe sind terminiert und mengenbegrenzt – sie enden, sobald eine festgelegte Zahl an Anträgen eingereicht wurde. Seit der Richtlinienänderung zum 15. Juli 2026 gilt statt des Wettbewerbsverfahrens eine direkte Antragstellung mit Mindestpunktzahl. Die aktuellen Termine stehen bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.
Ja. Entscheidend ist Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt, nicht die Stadt. Wir arbeiten im ganzen Land, für Inhouse-Termine in Sachsen-Anhalt berechnen wir keine Anreisepauschale.
Beide Länder haben eigene Digitalisierungsprogramme mit anderen Sätzen und Antragswegen. Erste Adresse ist jeweils die Landesförderbank. INQA-Coaching ist davon unabhängig und bundesweit möglich – wir arbeiten mit allen INQA-Beratungsstellen zusammen.
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welcher der beiden Wege zu eurem Vorhaben passt – und ob sich der Antragsaufwand überhaupt rechnet.
Kostenloses Erstgespräch vereinbarenStand: 11.09.2026. Quelle der Programmangaben: Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Digital Innovation. Diese Seite ist eine Einordnung und keine Förderberatung. Verbindlich entscheidet die Bewilligungsstelle. Angaben ohne Gewähr.