Rekrutierungskosten berechnen
Schnell & Kostenlos

Offene Stellen mit gut qualifizierten, geeigneten Personen zu besetzen wird auf Grund des Fachkräftemangels für Unternehmen zunehmend schwieriger – und auch kostspieliger. Doch wie hoch sind die Kosten eures Recruiting-Prozesses tatsächlich?

Recruiting-Kosten berechnen

Mit unserem Rechner für Rekrutierungskosten kannst du das in wenigen Sekunden auf Basis der Ermittlung eurer Cost-per-Hire herausfinden – einfach, schnell und kostenlos!

So funktioniert der Rekrutierungskosten-Rechner

Du musst nur den Rechner mit so vielen relevanten Daten füttern, wie dir möglich.

Je mehr Angaben du in den Rechner eingibst, desto genauer wird die ermittelte Schätzung. Wenn dir die Höhe von einigen der erfragten Kosten in deinem Unternehmen nicht bekannt ist, kannst du die entsprechenden Felder auch leer lassen oder nur mit einer Null ausfüllen. Der Rechner wird dir trotzdem eine, dann etwas ungenauere, Schätzung eurer Recruiting-Kosten ausgeben.




Beispielrechnung: Recruiting-Kosten im Detail

Nehmen wir ein konkretes Rechenbeispiel, um die Recruiting-Kosten besser zu verstehen.

Ein Unternehmen hat:

  • 🕵️ Eine vakante Teamleitungs-Stelle, deren Besetzung 4 Monate benötigt hat
  • 👥 Insgesamt 10 Neueinstellungen während des letzten Jahres
  • 👥 2 Mitarbeitende in Leitungspositionen, die sich an Rekrutierung beteiligen und eine Mitarbeiterin, die ausschließlich für Rekrutierung verantwortlich ist
  • 💰20.000€ jährliche Aufwendungen für Weiterbildung des Rekrutierungsteams
  • 💰600€ anfallende Kosten für Onboarding & erste Weiterbildung einer neuen Teamleitung
  • 💰Kosten von 3.000€ jährlich für die Nutzung von Bewerbungsmanagement-Software
  • 💰Kosten von 1.500€ monatlich pro geschalteter Stellenanzeige
  • 💰Kosten für Social Media (LinkedIn und XING) von 1.800€ jährlich
  • 💶 Ein Budget für Employer Branding von 3.000€ pro Jahr
  • 💰Kosten von 2.500€ jährlich für ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm
  • 💶 Standards für Datenschutz und Gleichberechtigung bei der Personalgewinnung, für deren Erstellung 1.000€ im letzten Jahr aufgewendet wurden
  • 💰5.000€ jährliche Ausgaben für den Auftritt auf Karrieremessen
  • 👩‍🏫 Ein Assessment Center für die Auswahl von Personen in Leitungspositionen, für das ca.
    💰1.500€ pro Auswahlprozess aufgewendet werden müssen



Schritt 1: Interne Kosten berechnen

Hier werden zunächst alle Kosten berechnet, die innerhalb der Organisation bzw. des eigenen Unternehmens für die Beteiligung der bereits bestehenden Mitarbeitenden am Recruiting und für den Auswahlprozess selbst anfallen. Auch die Kosten für Onboarding und die initiale Schulung der neueingestellten Mitarbeitenden sowie anfallende Kosten für die Weiterbildung des Recruiting-Teams können hier berücksichtigt werden. Betrachtest du wie in unserem Rechenbeispiel nicht einen bestimmten Zeitraum, sondern eine bestimmte Position, musst du Kosten, die jährlich bzw. über einen gewissen Zeitraum hinweg anfallen nur anteilig einberechnen, indem du sie durch die Anzahl der Neueinstellungen in diesem Zeitraum teilst, bevor du sie aufsummierst.

Interne Kosten-Quellen:

  • Anteiliges Gehalt aller Personen, die am Bewerbungsprozess beteiligt sind
  • Anteiliges Gehalt der Person, die Recruiting übernimmt
  • Kosten für die Weiterbildung des Recruiting-Teams
  • Kosten für Mitarbeiterempfehlungsprogramme
  • Kosten für Erstellung von Richtlinien und Standards bezüglich des Datenschutzes und der Gleichberechtigung bei der Personalgewinnung
  • Kosten für Onboarding und erste Weiterbildungen der neueingestellten Mitarbeitenden


In unserem Rechenbeispiel fallen demnach die folgenden internen Kosten an.

  • 💰Anteiliges Gehalt der Recruiting-Verantwortlichen für 65h Arbeitszeit; Stundenlohn 23,30€
  • 💰Anteiliges Gehalt von Leitungspersonen für 2x 16h Arbeitszeit durch Beteiligung an Profilerstellung & Auswahlgesprächen; Stundenlohn 30,12€
  • 💰3.600€ Anteilige Ausgaben für Weiterbildung des Recruiting-Teams (1/10 der Jahresausgaben)
  • 💰250€ Anteilige Ausgaben für Mitarbeiterempfehlungsprogramm (1/10 der Jahresausgaben)
  • 💰600€ Kosten für Onboarding und erste Weiterbildungen der neuen Teamleitung
  • 💶100€ Anteilige Ausgaben für Standards zu Datenschutz und Gleichberechtigung bei der Personalgewinnung (1/10 der Jahresausgaben)

🔢 23,30€ x 65 + 2 x 16 x 30,12€ + 3.600€ + 250€ + 600€ + 100€ = 7.028,34€ interne Kosten

Schritt 2: Externe Kosten berücksichtigen

Hier sollen danach nun zusätzlich noch all die Kosten berücksichtigt werden, die bei externen Partnern für die Rekrutierung von neuem Personal anfallen. Gehe hier, sofern du die Cost-per-Hire nicht für einen bestimmten Zeitraum, sondern für eine bestimmte Position ermitteln willst, ebenso vor, wie bei der Berechnung interner Kosten, um jährlich anfallende Kostenpunkte nur anteilig mit einzuberechnen.

Externe Kosten-Quellen:

  • Kosten der für Recruiting & Bewerbermanagement genutzten Software
  • Kosten für Kommunikation & Veröffentlichung von Stellenanzeigen
  • Ausgaben für Social Media (XING & LinkedIn) und Personalmarketing
  • Anteiliges Budget für Entwicklung der Arbeitgebermarke im Employer Branding
  • Ausgaben für Agenturen & Personalberatung
  • Kosten für Auftritte auf Karrieremessen und für Hochschulkooperationen
  • Reisekosten der zu einem Bewerbungsgespräch angereisten Bewerbenden und Umzugskosten eingestellter Mitarbeitender, die ihren Wohnort für Einstellung wechseln
  • Gesamtsumme der für Personalauswahl anfallenden Ausgaben (z.B. für Assessment Center, andere Eignungstests oder Arbeitsproben, etc.)


In unserem konkreten Rechenbeispiel ergeben sich also die folgenden externe Kosten.

  • 💶300€ Anteilige Ausgaben für Bewerbungsmanagement-Software (1/10 der Jahresausgaben)
  • 💰Kosten von 4 x 1.500€ für Ausschreibung Teamleitungs-Stelle während 4 Monaten
  • 💰180€ Anteilige Kosten für Personalmarketing auf Social-Media (1/10 der Jahresausgaben)
  • 💰300€ Anteilige Kosten für Employer Branding Maßnahmen (1/10 des Jahresbudgets)
  • 💶500€ Anteilige Ausgaben für Hochschulkooperationen und Auftritte auf Karrieremessen (1/10 der Jahresausgaben)
  • 💰Kosten von 1.500€ für Assessment Center Teamleitungs-Stelle




🔢 300€ + 4 x 1.500€ + 180€ + 300€ + 500€ + 1.500€ = 8.780€ externe Kosten

Schritt 3: Cost-per-Hire berechnen

Anhand der ermittelten internen und externen Rekrutierungskosten lassen sich nun die Gesamtkosten für Recruiting in Form der Cost-per-Hire berechnen.

Cost per Hire = (interne Recruiting-Kosten + externe Recruiting-Kosten) ÷ Anzahl der Einstellungen, für die die Cost-per-Hire ermittelt werden soll

Für unser vorheriges Rechenbeispiel ergibt sich also für die vakante Teamleitungs-Stelle eine Cost-per-Hire von insgesamt 14.208,34€.


🔢 (7.028,34€ + 8.780€) ÷ 1 = 15.808,34€ Cost-per-Hire

Warum sind die Cost-per-Hire so wichtig?

Die Cost-per-Hire sind eine Schätzung für die Summe aller finanzieller Aufwendungen, die in deinem Unternehmen pro Neueinstellung durchschnittlich anfallen. Sie helfen dir dabei, dein Recruiting-Budget im Voraus abzustecken und zu planen. Außerdem kannst du sie nutzen, um deinen Recruiting-Prozess zu verbessern und effizienter zu gestalten, indem sie dir erlauben, die Effektivität einzelner Maßnahmen für eure Rekrutierung daran zu messen, ob sich dadurch eure aufgewendeten Cost-per-Hire erhöhen oder senken.

Wie kannst du die Cost-per-Hire senken?

Ein aufwändiger und langwieriger Rekrutierungsprozess ist teuer – doch du kannst aktiv gegensteuern! Hier sind einige bewährte Maßnahmen, um die Effizienz deines Recruitings zu steigern und deine Cost-per-Hire zu senken:

🤩 1. Employer Branding und attraktive Alleinstellungsmerkmale

Sorge durch attraktive Alleinstellungsmerkmale dafür, dass potenzielle Bewerbende dein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber wahrnehmen. Flache Hierarchien, eine gute Work-Life-Balance, Flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zu mobilem Arbeiten können hier helfen, dein Unternehmen für neue Bewerbende attraktiv zu machen und dir einen größeren Bewerber:innenpool zu verschaffen.

📈 2. Recruiting-Methode und Strategie an einzelne Bereiche/Abteilungen anpassen

Schau dir die Cost-per-Hire nicht nur Unternehmensweit, sondern auch für die einzelnen Abteilungen und Bereiche deiner Organisation an. Gibt es Bereiche oder Abteilungen, in denen dein Recruiting besonders viel kostet? Funktionieren bestimmte Methoden oder Kanäle für bestimmte Arten von Stellen mehr oder weniger gut? Verschaffe dir einen fundierteren Überblick, indem du die Cost-per-Hire für verschiedene Bereiche und Positionen in deinem Unternehmen miteinander vergleichst und die Effizienz einzelner Rekrutierungsmaßnahmen und -Methoden untersuchst.

✅ 3. Optimierung und Verschlankung der Einstellungsprozesse

Überdenke euren aktuellen Einstellungsprozess. Langwierige und sehr komplexe Verfahren liefern hier oft wenig Mehrwert, können aber die Rekrutierungskosten empfindlich in die Höhe schnellen lassen. Versuche, euren Prozess, bei Erhalt der nötigen Informationsdichte, möglichst effizient zu verschlanken und auf nicht notwendige Schritte zu verzichten.

💻 4. Einsatz von Technologie, Software & Tools

Lass dich bei deiner Rekrutierung von bestehenden Tools, Technologien und Softwarelösungen unterstützen, um bestimmte Aspekte des Prozesses zu automatisieren und so Ressourcen zu sparen, damit dein Rekrutierungsprozess noch effizienter und die dafür anfallenden Kosten geringer werden.

👥 5. Interne Rekrutierung fördern

Interne Beförderungen und Versetzungen sind oft kostengünstiger als eine aufwändige Rekrutierung und ein umfassendes Onboarding neuer Mitarbeitender. Versuche, bevor du Stellen extern ausschreibst, erst zu schauen, ob du nicht bereits Mitarbeitende hast, die sich für die zu besetzende Stelle eignen und deren Entwicklung du damit fördern kannst.

📚 6. Aus- und Weiterbildung deiner Mitarbeitenden fördern

Auch wenn sich gerade niemand in deinem Unternehmen findet, der auf die ausgeschriebene Stelle passt, kann es sich mittel- und langfristig lohnen, statt externe Fachkräfte zu suchen, lieber in die Aus- und Weiterbildung der aktuell eigenen Mitarbeitenden zu investieren. So sparst du dir nicht nur die Kosten und die Zeit für das Onboarding von Neueinstellungen, sondern investierst gleichzeitig in die Entwicklung und die Bindung von Personen, die mit deinem Unternehmen bereits vertraut sind und deren Arbeit du schätzt.

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